Bauchweh durch Getreide


Entzündeter Dünndarm bei Zöliakie
Bauchweh durch Getreide

Schätzungsweise einer von 300 Deutschen ist an Zöliakie erkrankt. Die Anzeichen der Erkrankung sind bei jedem unterschiedlich und reichen von Verdauungsbeschwerden bis zur gestörten Schilddrüse. Ein Bluttest beim Arzt schafft Klarheit, raten die Experten der Deutschen Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS).

Klebeeiweiß zerstört Darmzotten
Zöliakie ist eine Autoimmunkrankheit. Das bedeutet, dass sich das Immunsystem auf einen bestimmten Reiz hin gegen den eigenen Körper wendet. Bei Menschen mit Zöliakie heißt dieser Auslöser Gluten. Das Klebeeiweiß ist in den Getreidesorten Weizen, Dinkel, Roggen, Gerste und Hafer enthalten. Nimmt ein Betroffener Gluten zu sich, entzündet sich mit der Zeit die Schleimhaut des Dünndarms. Außerdem bilden sich die Falten an der Schleimhautoberfläche zurück, die Oberfläche des Dünndarms nimmt ab. Dadurch kann der Körper nicht mehr genug Nährstoffe aus der Nahrung aufnehmen. „Klassische Symptome einer Zöliakie sind Bauchschmerzen, allgemeine Verdauungsstörungen oder Durchfall. Aber auch Müdigkeit, Schlaflosigkeit, Depressionen, Mangelerscheinungen, Kopfschmerzen, unklare leichte Leberwerterhöhungen oder Schilddrüsenfunktionsstörungen können auf sie hinweisen. Mitunter sind sie einziger Indikator, werden aber oft nicht mit der Erkrankung in Verbindung gebracht“, erklärt Prof. Dr. med. Andreas Stallmach, Direktor der Klinik für Innere Medizin am Universitätsklinikum Jena.
Bluttest beim Arzt
Theoretisch kann die Glutenunverträglichkeit Zöliakie in jedem Lebensalter ausbrechen. „Tatsächlich sind zum Zeitpunkt der Diagnose Frauen im Mittel zwischen 40 und 45 Jahre alt, bei Männern gibt es zwei Altersgipfel – zwischen 10 und 15 und zwischen 35 und 40 Jahren“, berichtet der Experte. Die weitverbreitete Annahme, Zöliakie sei eine Kinderkrankheit, die sich mit der Pubertät auswächst, ist also falsch. Um die Glutenunverträglichkeit nachzuweisen, hilft meist ein Bluttest beim Arzt.
Gluten lebenslang meiden

Egal wann die Erkrankung festgestellt wird: Betroffene sollten Gluten danach komplett vom Speiseplan verbannen. Zu den glutenfreien Nahrungsmitteln zählen beispielsweise Kartoffeln, Gemüse, Reis, Mais und Soja. Beim Einkauf ist Vorsicht geboten, da schon geringste Mengen Gluten die Dünndarmschleimhaut schädigen. Viele Lebensmitteln, speziell Fertigprodukte, enthalten zumindest Spuren von Gluten. Wer sicher gehen will, greift nach Packungen mit einer durchgestrichenen Ähre. Sie sind garantiert glutenfrei.

„Entgegen häufiger Annahmen ist eine glutenfreie Ernährung auch dann empfohlen, wenn eine nachgewiesene Zöliakie keine offensichtlichen Symptome verursacht und Gluten vermeintlich gut vertragen wird“, warnt Prof. Dr. med. Andreas Stallmach. Denn die Betroffenen leiden unter einem Mangel an Vitaminen und Spurenelementen sowie an Blutarmut. Das führt bei Kindern zu Wachstumsstörungen und Problemen beim Knochenaufbau. Bei Erwachsenen steigt das Risiko für weitere Autoimmunerkrankungen wie Diabetes mellitus oder Rheumatoide Arthritis. Außerdem begünstigt eine unbehandelte Glutenunverträglichkeit die Entwicklung von Lymphdrüsenkrebs.

Homöopathie-Shop Online

 
Unsere bewährten homöopathischen Rezepturen, u.a. HCG Globuli und Lipolind, Intervallfasten Globuli, aber auch Klimaktolind oder Neurolind, finden Sie in unserem Shop. Sie können diese auch direkt bei uns telefonisch, per Fax, e-mail oder hier reservieren. Wir beraten Sie gerne! 
Jetzt Shop besuchen!

Zum Webshop

News

Weniger Fleisch ist gesünder
Weniger Fleisch ist gesünder

Viele Vorteile für die Gesundheit

Was wäre, wenn….? Diese Frage hat sich ein amerikanisches Forscherteam in Bezug auf einen geringeren Fleischanteil in der Ernährung gestellt. Berechnungen am Modell haben erstaunliche Effekte auf die Gesundheit gezeigt.   mehr

Zum Check-up in die Röhre?
Zum Check-up in die Röhre?

Sinn und Unsinn von Ganzkörper-MRTs

Privatkliniken und Diagnostikzentren werben vermehrt mit MRTs für den gesamten Körper. Auf diese Weise sollen Erkrankungen früh entdeckt werden. Klingt verheißungsvoll, doch funktioniert das auch?    mehr

Helfen E-Zigaretten beim Rauchstopp?
Helfen E-Zigaretten beim Rauchstopp?

Gegen die Sucht

E-Zigaretten mit Nikotin unterstützen einen Rauchstopp offenbar etwas besser als Nikotinpflaster oder -kaugummis. Doch die Mehrheit schafft den Ausstieg auch damit nicht. Und ob E-Zigaretten langfristig beim Aufhören helfen, ist noch offen.   mehr

Warnung vor Tiefkühlbeeren
Warnung vor Tiefkühlbeeren

Keime überleben die Kälte

Tiefkühlbeeren sind lecker und schnell serviert. Doch wer sie direkt aus dem Gefrierfach in Smoothies, Desserts oder andere Speisen gibt, geht ein gesundheitliches Risiko ein: Krankheitserreger können die Kälte überstehen.   mehr

Nitrospray richtig anwenden
Nitrospray richtig anwenden

Bei Brustenge und Herzschmerzen

Wer unter Angina-pectoris-Anfällen leidet, hat meist ein Notfallmedikament als Spray oder Kapsel dabei. Das darin enthaltene Nitrat hilft schnell gegen Brustenge und Herzschmerz. Voraussetzung ist allerdings, dass man es richtig anwendet.   mehr

Alle Neuigkeiten anzeigen
Bahnhof-Apotheke
Inhaberin Deborah Hof
Telefon 06182/35 02
E-Mail bahnhof@apotheke-seligenstadt.de