Koronare Herzkrankheit


Neue Leitlinien veröffentlicht
Koronare Herzkrankheit

Die europäischen Fachgesellschaften der Herzchirurgen und der Kardiologen haben aktualisierte Leitlinien für die Behandlung von Patienten mit Koronarer Herzkrankheit veröffentlicht. Die neue Fassung der Leitlinien enthält klare Empfehlungen, bei welchen Patienten die Erkrankung medikamentös, durch eine Bypass-Operation oder mittels Stent-Implantation behandelt werden sollte.

Herzchirurgen und Kardiologen hinzuziehen

Danach gilt stark vereinfacht: Patienten mit komplexen Verengungen der Herzkranzgefäße profitieren am besten von einer herzchirurgischen Operation. Patienten mit weniger schweren Verengungen können dagegen noch gut mit der Aufweitung der betroffenen Gefäße und der Implantation eines Metallgerüstes (Stent) behandelt werden, in leichten Fällen sogar medikamentös.

Da Patienten in der Regel die Komplexität ihrer Erkrankung selbst nicht abschätzen können, geben die neuen Leitlinien vor, dass grundsätzlich ein Team aus Herzchirurgen und Kardiologen jeden Patienten mit fortgeschrittener Koronarer Herzerkrankung individuell berät. „Gegebenenfalls sollten die Patienten darauf bestehen, dass ihre Befunde von Herzmedizinern beider Fachdisziplinen begutachtet werden, um sich für das gemäß den aktuellen Leitlinien bestgeeignete Verfahren entscheiden zu können“, empfiehlt Professor Jochen Cremer, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie (DGHTG). „Begleitend wurde von den europäischen Fachgesellschaften eine Patientenaufklärung veröffentlicht, die alle Verfahren und die notwendigen Prozessschritte darstellt und von einem Kardiologen und einem Herzchirurgen gemeinsam gegengezeichnet wird.“

Stents bei akutem Herzinfarkt

Bei akuten Herzinfarkten ist die von den Kardiologen durchgeführte „Perkutane Koronarintervention“ (PCI) die erste Therapieoption. Bei ihr setzt der Mediziner einen Katheter ein, über den er das hochgradig verengte oder akut verschlossene Herzkranzgefäß wiedereröffnet und aufweitet. Ein eingesetztes Metallröhrchens (Stent) stabilisiert das Gefäß und hält es offen. Auch bei weniger komplexen Verengungen von ein oder zwei Herzkranzgefäßen ohne akuten Herzinfarkt wird diese Behandlungsform in den Leitlinien vorrangig empfohlen.

Bypass bei komplexer Verengung

Für Patienten mit mehreren und komplex verengten Herzkranzgefäßen, die keinen akuten Herzinfarkt haben, sehen die Leitlinien die koronare Bypass-Operation vor. Studien haben gezeigt, dass nach einer Bypass-Operation insbesondere im Langzeitverlauf weniger Herzinfarkte auftreten, die Patienten länger leben und deutlich seltener erneute Eingriffe notwendig sind. Bei der koronaren Bypass-Operation überbrückt der Herzchirurg die verengten oder verschlossenen Arterien mit körpereigenen Blutgefäßen.

Die Komplexität der Herzkranzgefäßerkrankung bestimmen die Mediziner für jeden Patienten individuell über sehr detaillierte Bewertungsberechnungen. Dieses Ergebnis bildet die Grundlage für die in den Leitlinien ausgewiesene gemeinsame Entscheidung von Herzchirurgen und Kardiologen, um für jeden Patienten das bestgeeignete Behandlungsverfahren festzulegen.

Homöopathie-Shop Online

 
Unsere bewährten homöopathischen Rezepturen, u.a. HCG Globuli und Lipolind, Intervallfasten Globuli, aber auch Klimaktolind oder Neurolind, finden Sie in unserem Shop. Sie können diese auch direkt bei uns telefonisch, per Fax, e-mail oder hier reservieren. Wir beraten Sie gerne! 
Jetzt Shop besuchen!

Zum Webshop

News

Mikronährstoffe fürs Herz
Ältere Person vor dem Einnehmen einer Tablette. Manche Mikronährstoffe können die Herzgesundheit fördern.

Nützlich oder schädlich?

Ob Nahrungsergänzungsmittel dabei helfen, Herz und Gefäße gesund zu halten, wird immer wieder kontrovers diskutiert. Jetzt gibt es Hinweise, dass zumindest einige von ihnen doch vor Schlaganfall und Herzinfarkt schützen können.   mehr

Weniger Fleisch ist gesünder
Weniger Fleisch ist gesünder

Viele Vorteile für die Gesundheit

Was wäre, wenn….? Diese Frage hat sich ein amerikanisches Forscherteam in Bezug auf einen geringeren Fleischanteil in der Ernährung gestellt. Berechnungen am Modell haben erstaunliche Effekte auf die Gesundheit gezeigt.   mehr

Zum Check-up in die Röhre?
Zum Check-up in die Röhre?

Sinn und Unsinn von Ganzkörper-MRTs

Privatkliniken und Diagnostikzentren werben vermehrt mit MRTs für den gesamten Körper. Auf diese Weise sollen Erkrankungen früh entdeckt werden. Klingt verheißungsvoll, doch funktioniert das auch?    mehr

Helfen E-Zigaretten beim Rauchstopp?
Helfen E-Zigaretten beim Rauchstopp?

Gegen die Sucht

E-Zigaretten mit Nikotin unterstützen einen Rauchstopp offenbar etwas besser als Nikotinpflaster oder -kaugummis. Doch die Mehrheit schafft den Ausstieg auch damit nicht. Und ob E-Zigaretten langfristig beim Aufhören helfen, ist noch offen.   mehr

Warnung vor Tiefkühlbeeren
Warnung vor Tiefkühlbeeren

Keime überleben die Kälte

Tiefkühlbeeren sind lecker und schnell serviert. Doch wer sie direkt aus dem Gefrierfach in Smoothies, Desserts oder andere Speisen gibt, geht ein gesundheitliches Risiko ein: Krankheitserreger können die Kälte überstehen.   mehr

Alle Neuigkeiten anzeigen
Bahnhof-Apotheke
Inhaberin Deborah Hof
Telefon 06182/35 02
E-Mail bahnhof@apotheke-seligenstadt.de